Domain Lexikon

Begriffserklärungen für Domains

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A-Record

Der „A Recource Record“, oder kurz A-Record, ist die Zuordnung einer IPv4-Adresse zu einem Domainnamen. Damit ist der A-Record ein wichtiges Hilfsmittel im Domain-Name-System (DNS), das im Internet für die korrekte Adressierung zuständig ist. Dabei werden die Buchstaben und Sonderzeichen eines Domainnamens in eine Reihe von Ziffern umgewandelt, was nach dem IPv4-Prinzip oder dem IPv6-Prinzip möglich ist.

Der A-Record besteht aus fünf Teilen. Der erste Teil enthält den veröffentlichten Namen einer Domain. Der zweite Teil ist eine TTL-Anweisung, aus der zu erkennen ist, wie lange der Recource Record im Cache gültig ist. Im dritten Teil, dem IN, wird angegeben, welches Protokoll verwendet wird. Im vierten Teil sind Informationen zum Typ des Reports hinterlegt und im fünften Teil wird die IP-Adresse des jeweiligen Servers übertragen, über die Inhalte einer Domain erreichbar sind.

ACK

Das Kürzel ACK wird im Zusammenhang mit dem Internet an verschiedenen Stellen verwendet. Im Netzjargon wird damit die Zustimmung bekundet. Diese Verwendung ist abgeleitet davon, dass ACK ein Zeichen ist, welches im ASCII-Code als Bestätigung zum Einsatz kommt. Auch im Transmission Control Protocol, kurz TCP, wird ACK als Bestätigung für korrekt empfangene Daten verwendet. Dort bietet ACK einen Hinweis auf die Verlässlichkeit der Übertragung.

Das Kürzel ACK ist abgeleitet vom englischen Begriff „Acknowledgement“, der übersetzt so viel wie Zustimmung oder Bestätigung bedeutet. Das Gegenteil zu ACK ist NACK, was als Kürzel für „Negative Acknowlegdement“ verwendet wird und bewirkt, dass die Gegenstelle die Daten erneut sendet oder die Übertragung abbricht. ACK-Signale werden auch im DHCP-Protokoll sowie für einen Providerwechsel (KK-Antrag) im Rahmen der Konnektivitätskoordination benötigt.

biz Domains

Domains mit der Endung .biz gehören zu den generischen Adressen für Internetseiten, die in die Gruppe der [glossary id=’67‘ slug=’top-level-domain‘ /]s eingeordnet werden. Die Endung .biz wurde im Jahr 2001 für Internetseiten von Unternehmen geschaffen, nachdem das Potential der Endung .[glossary id=’140′ slug=’com‘ /] ausgeschöpft war.

Verwaltet werden die Domains mit der Endung .biz durch NeuStar, ein in den USA ansässiges Unternehmen. Bis 2009 musste der Domainname aus mindestens drei Zeichen und maximal 63 Zeichen bestehen. Seitdem sind auch Domainnamen mit nur einem oder zwei Zeichen zu bekommen. Die wertvollsten Domains dieser Art wurden nicht wie gewöhnlich vergeben, sondern über eine Versteigerung verkauft.

Browser

Als Browser, oder korrekt Webbrowser, wird ein Programm bezeichnet, das speziell auf den Umgang mit dem Internet ausgerichtet ist. Seine Hauptaufgabe ist die Darstellung der Webseiten auf dem Rechner des Nutzers. Darüber hinaus bietet ein Browser Funktionen, mit denen bestimmte Inhalte des Internets gezielt gesucht und gefunden werden können.

Ein Browser ist deshalb de facto als Benutzeroberfläche für das Internet zu bezeichnen. Die bekanntesten und am meisten genutzten Browser sind aktuell Google Chrome, der Microsoft Internet Explorer sowie Mozilla Firefox. Darüber hinaus sind die Varianten Mosaic, Netscape, Opera und Safari weit verbreitet. Sonderfunktionen enthält beispielsweise Logox, der von der Funktionalität her auf sehbehinderte Nutzer zugeschnitten ist.

C-Name

C-Name ist das Kürzel für den CNAME Recource Record bzw. CNAME RR. Er ist ein wichtiges Hilfsmittel im Domain Name System des Internets. Das „C“ ist abgeleitet von „canonical“, was wiederum den Ursprungsnamen einer Domain bezeichnet. Über den C-Name ist eine Weiterleitung einer Alias-Adresse auf die Ursprungsadresse möglich. Angewendet wird C-Name, wenn bei unterschiedlichen Domainnamen gleiche Inhalte angezeigt, diese aber nur einmalig hinterlegt werden sollen. Basis der C-Name Records sind die Standards RFC 1034 und RFC 1035, die mit dem Standard RFC 2181 im Jahr 1997 novelliert wurden. Danach verbindet ein C-Name Record einen Domainnamen ähnlich wie ein A-Record mit der IP-Adresse eines bestimmten Rechners.

com Domains

Die .com-Domains gibt es seit dem Jahr 1985. Sie werden vorrangig für Internetseiten mit geschäftlichen Inhalten verwendet und als generische Top-Level-Domains durch das im amerikanischen Bundesstaat Virginia ansässige Unternehmen VeriSign verwaltet. Für die eigentlichen Namen dürfen aktuell zwischen zwei und 63 Zeichen verwendet werden. Zeitweise waren auch .com-Domains mit nur einem Zeichen zulässig. Bereits zu Jahresbeginn 2012 gab es mehr als hundert Millionen registrierte Domains mit der Endung .com, was zeigt, dass diese Endung eine hohe Popularität genießt und gute Domains auch zu hohen Preisen gehandelt werden. Die zu Beginn angewendete Einschränkung der Nutzung durch Unternehmen ist inzwischen aufgehoben worden, so dass die .com-Domains beispielsweise auch für Vereine zugänglich sind.

Cybersquatting

Als Cybersquatting wird die vorsorgliche Besetzung von Domainnamen bezeichnet, an denen ein großes Interesse von Dritten vermutet wird. Üblich ist das sowohl bei Personen- als auch Firmennamen sowie bei Markennamen. Zum Cybersquatting werden die Registrierungen dann gezählt, wenn der erste Inhaber keinen Anspruch darauf im engeren Sinne hat. Alternative Bezeichnungen für das Cybersquatting sind Brandjacking und Namejacking. Ziel dieser Aktionen ist es, die Domains später zu einem hohen Preis verkaufen zu können. Insider nutzen dafür sämtliche verfügbaren Top-Level-Domains parallel nebeneinander und arbeiten auch mit zahlreichen Abwandlungen, so dass dem tatsächlichen Markeninhaber oder Namensträger keine andere Alternative bleibt, als dem Cybersquatter wenigstens eine der besetzten Domains abzukaufen. Eine Unterart ist das Typosquatting, wobei Domains mit den häufigsten Tippfehlern registriert werden. Ein Beispiel dafür wäre Mircosoft statt Microsoft.

de Domains

Die .de-Domains gehören zur Kategorie der Top-Level-Domains, in denen eine Länderspezifikation enthalten ist. Die Endung .de gibt Auskunft darüber, dass der verantwortliche Administrator seinen rechtlichen Hauptsitz in der Bundesrepublik Deutschland hat. Zugänglich sind Domains mit der Endung .de sowohl für Privatpersonen als auch Unternehmen und Vereine. Nach der Einführung im Jahr 1986 wurden sie von der Universität Dortmund verwaltet. Aktuell ist für die Verwaltung der .de-Domains die DENIC zuständig. Inzwischen ist die Anzahl der registrierten .de-Domains auf mehr als 15 Millionen angewachsen. Bis zum Jahr 2008 musste ein Domainname mit der Endung .de mindestens drei Zeichen lang sein. Mittlerweile können auch .de-Domains mit einem oder zwei Buchstaben registriert werden. Als Maximum sind 63 Zeichen festgelegt, wobei Sonderzeichen wie Bindestriche erlaubt sind.

DENIC

Das Kürzel DENIC steht für „Deutsches Network Information Center“. Dabei handelt es sich um eine eingetragene Genossenschaft, die im Jahr 1996 gegründet worden ist. Ihr rechtlicher Hauptsitz ist Frankfurt am Main. Die DENIC eG ist zuständig für die Verwaltung der Domains mit der Endung .de. Das heißt, dass jeder Inhaber einer .de-Domain bei der DENIC registriert ist. Sie bietet auch eine Abfrage der Inhaberdaten für .de-Domains auf einer eigenen Homepage an. Seit dem Jahr 2004 ist die DENIC Betreiber eines eigenen Root-Nameservers. Eigens dafür wurde eine Kooperation mit der DE-CIX-Gesellschaft ins Leben gerufen. Die DE-CIX ist aktuell der Betreiber des weltweit größten Internetknotens, der ebenfalls in Frankfurt am Main lokalisiert ist und 1995 in Betrieb genommen wurde. Inzwischen besitzt die DENIC Domain Name Server auch an internationalen Standorten wie zum Beispiel Moskau, Stockholm, Paris, Peking, London und Los Angeles.

Dispute

Als Dispute wird ein Rechtsmittel der Welthandelsorganisation, kurz WHO, bezeichnet. Der komplette Titel dieses Verfahrens lautet „Dispute Settlement Understanding“. Es dient zur Regelung von Streitfällen, die sich auf die praktische Anwendung der internationalen Handelsabkommen beziehen. Ein spezielles Gremium fällt dabei einen Schiedsspruch, der von den beteiligten Parteien akzeptiert werden muss und auch mit Zwangsmaßnahmen durchgesetzt werden darf. Für das Internet spielt das Dispute-Verfahren insofern eine wichtige Rolle, da hier ein grenzüberscheitender Vertrieb von Waren und Leistungen möglich ist. In die bisherigen Verfahren waren die USA am häufigsten verwickelt. Ihr Anteil liegt bei knapp zwei Dritteln aller bisher gefällten Schiedssprüche.

Domain-Ankauf

Bei den Anbietern für einen Domain-Ankauf handelt es sich um Dienstleister, die ansonsten Hosting-Leistungen anbieten oder direkt als Provider tätig sind. Die beiden größten und weltweit aktiven Unternehmen sind Sedo und United Domains. Sedo ist eine im Jahr 2001 gegründete und in Köln ansässige GmbH. United Domains wurde im Jahr 2000 ins Leben gerufen, und agiert als Aktiengesellschaft von Starnberg aus. Gegründet wurde United Domains zum Zweck des Domainhandels einst als Tochtergesellschaft von Lycos und gehört heute zu United Internet, einem Unternehmen, das zur 1&1 Internet AG gehört. Auch einige der größeren SEO-Unternehmen beschäftigen sich inzwischen mit dem Domain-Ankauf. Hier werden vor allem „alteingesessene“ Domains bevorzugt, die bereits einen großen Bekanntheitsgrad haben und einen guten Pagerank besitzen.

Domain-Drop

Als Domain-Drop wird eine Dienstleistung bezeichnet, deren Ziel es ist, lukrative frei werdende Domains sofort zu belegen. Geschieht das auf nationaler Ebene, wird diese Dienstleistung als Domain-Backorder-Service bezeichnet. Auf internationaler Ebene spricht man vom Domain-Drop oder auch Drop Catcher. Der Fokus beim Domain-Drop liegt darauf, Domains zu sichern, die man selbst verwerten möchte. Ein Beispiel wäre, wenn man zu seinem Namen bereits eine .de-Domain hat und auch gern die dazu passenden Domainnamen mit anderen Top-Level-Endungen haben will.

Domain-Handel

Unter dem Sammelbegriff Domain-Handel werden der Domain-Ankauf und der Domain-Verkauf sowie die Domain-Versteigerungen zusammengefasst. Es gibt einige Internet-Dienstleister, die sich auf den Domain-Handel spezialisiert haben. Dazu gehören in Deutschland zum Beispiel United Domains und Sedo. Zunehmend kommen auch Unternehmen hinzu, deren sonstige Hauptaufgaben Dienstleistungen rund um die Suchmaschinenoptimierung, die Programmierung von Websites oder das Webdesign sind. Bei ihnen spielen vor allem die Aspekte Domain-Drop, Domaingrabbing und Domain-Parking eine wichtige Rolle.

Domain-Inhaber

Als Domain-Inhaber wird derjenige bezeichnet, auf dessen Namen eine Domain registriert worden ist. Diese Namen werden zum Beispiel bei der Eintragung von .de-Domains bei der DENIC und der Eintragung von .eu-Domains bei der EURid hinterlegt und können auf deren Internetplattformen auch abgefragt werden. Der Domain-Inhaber muss nicht mit dem Administrator identisch sein. Nach den deutschen rechtlichen Regelungen muss der administrative Ansprechpartner im Impressum mit angegeben werden, während die Inhaberdaten dort hinterlegt werden können, dies aber nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Der Domain-Inhaber ist der Besitzer eines bestimmten Domain-Namens und kann diesen auch Dritten zur Nutzung überlassen. Bei einer solchen Nutzungsüberlassung sollte beachtet werden, dass im Vertrag konkrete Regelungen getroffen werden, wer für die Inhalte haftbar gemacht werden kann.

Domain-Löschung / Domain Close

Bei der Domain Löschung, alternativ Domain Close, handelt es sich um die Rückgabe eines Domain-Namens, so dass dieser wieder frei zur Verfügung steht und von einem anderen Interessenten neu registriert werden kann. Selbst wenn die Inhalte einer gelöschten Domain auf einem Server noch zur Verfügung stehen, können sie nicht mehr über den gelöschten Domain-Namen abgerufen werden. Der Browser zeigt dann so lange eine Fehlermeldung an, bis die Domain erneut registriert worden ist. Die Domain-Löschung ist über den gewählten Host möglich, der seinerseits die Mitteilung über die Rückgabe an den Verwalter der jeweiligen Top-Level-Domain macht.

Domain-Name-System (DNS)

Das Domain-Name-System ist einer der Dienste, ohne die das Internet nicht in der gewohnten Weise funktionieren würde. Das Domain-Name-System ist für die Umwandlung der eingetippten Domain-Namen in Form von Buchstaben und Sonderzeichen in eine Ziffernfolge zuständig. Die Ziffernfolge stellt dabei die IP-Adresse dar, unter der ein Server erreichbar ist, auf dem die dazugehörigen Inhalte hinterlegt worden sind. Das Domain-Name-System besteht aus den vier Komponenten Domain-Namensraum, Nameserver, Resolver und den verschiedenen Protokollen. Das Domain-Name-System ist demzufolge ein Verzeichnisdienst, der mit einem Telefonbuch verglichen werden kann, wo aus den Namen und Anschriften der Inhaber der Anschlüsse eine bestimmte Rufnummer abgeleitet werden kann. Das System der Vorwahlen ist dabei mit den Zonen der Domain-Namensräume vergleichbar.

Domain-Parking

Als Domain-Parking wird eine Interimsnutzung einer Webadresse bezeichnet. So zeigen zum Beispiel die Provider so lange eine Seite mit Eigenwerbung auf einer neu registrierten Domain an, bis sie vom Nutzer mit eigenen Inhalten bestückt wurde. Die Technik des Domain-Parking besteht darin, auch aus einer auf Vorrat gekauften Domain wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen, indem sie beispielsweise automatisiert über einen Adserver mit Drittwerbung bestückt wird. Das Domain-Parking kann inzwischen auch als professionelle Dienstleistung in Anspruch genommen werden. Das Domain-Parking ist auch eine Möglichkeit, eine Domain unter verschiedenen Stichworten bekannt zu machen und durch Google indexieren zu lassen, bevor sie mit den endgültigen Inhalten bestückt wird. Dadurch wird das Domain-Parking auch zu einem beliebten Hilfsmittel der Suchmaschinenoptimierung.

Domain-Scam

Domain-Scam, oder auch Domain-Scamming, sind betrügerische Versuche, Einzelpersonen oder Unternehmen eine teure Domain aufzuschwatzen, bei deren Kauf nicht die vollständigen Nutzungs- und Inhaberrechte an den Käufer übergehen. Diese Angebote werden als Massenmails vorwiegend aus dem asiatischen Raum verschickt, wobei die Absender sogar so dreist sind, sich als eine Organisation auszugeben, die mit der DENIC oder der EURid vergleichbar ist. Solche Mails gehören sofort in den Papierkorb. Wer sich eine Domain legal und sicher kaufen möchte, sollte das über die klassischen Provider tun oder sich bei seriösen Domain-Händlern wie Sedo oder United Domains umschauen.

Domain-Snap

Domain-Snap, abgeleitet von Domain-Snapping, ist die gezielte und automatisierte Überwachung von durch Dritte besetzten Wunsch-Domains, um sie beim Freiwerden sofort automatisch registrieren zu lassen. Dabei stehen Top-Level-Domains im Fokus, bei denen die Providerverträge bald auslaufen oder wo es bereits Hinweise der Inhaber auf eine bevorstehende Rückgabe oder einen Verkauf gibt. Domain-Snap wird als professionelle Dienstleistung unter den Bezeichnungen Domain-Backorder-Service oder Domain Back Snapping Service angeboten. Besonders begehrt beim Domain-Snap sind die Domains, die einen hohen Bekanntheitsgrad und guten Google-Pagerank haben und deren Namen man sich leicht merken kann. Zum Zweck der Suchmaschinenoptimierung werden beim Domain-Snap auch Domains beobachtet, die bei einem bestimmten Keyword gut gerankt sind.

Domaingrabbing

Die alternative Bezeichnung zu Domaingrabbing ist Domain Warehousing. Hier besteht das Ziel darin, sich Top-Level-Domains mit allgemein üblichen Begriffen zu sichern. Sie werden entweder für einen späteren Verkauf registriert oder mit reinen werblichen Inhalten, beispielsweise einer Linksammlung bestückt. Letztere würde dann auch unter den Begriff Domain Parking fallen. Von Domaingrabbing wird dann gesprochen, wenn sich jemand massenhaft derartige Domains zulegt. Es gibt Fälle, bei denen der Vorratskauf von Domains bis in die Rechtswidrigkeit hinein reicht. Ein Beispiel dafür ist ein Prozess der EURid gegen ein auf Zypern beheimatetes Unternehmen, das sich mit rund 400 Strohmännern gleich 74.000 Domains mit dem Ziel einer gewinnbringenden Versteigerung gesichert hatte.

DPMA

Das Kürzel DPMA steht für das Deutsche Patent- und Markenamt, welches zu den Bundesoberbehörden gehört und auf das im Jahr 1877 gegründete Kaiserliche Patentamt zurückgeht. Aktuell unterhält das DPMA Anlaufstellen in Berlin und Jena und hat seinen rechtlichen Hauptsitz in München. Die Hauptaufgabe des Deutschen Patent- und Markenamtes besteht im gewerblichen Rechtsschutz durch die Prüfung und Erteilung von Patenten sowie durch die Registrierung von Produktmustern. Die Rechtsgrundlage für die Arbeit des DPMA ist der Paragraf 26 des deutschen Patentgesetzes. In der täglichen Praxis arbeitet das DPMA mit den zur Arbeitsgemeinschaft Deutscher Patentinformationszentren e. V. gehörenden Patentinformationszentren in den einzelnen Bundesländern zusammen.

eu Domains

Die Endung .eu ist ein Vertreter der länderspezifischen Top-Level-Domains, die seit dem Jahr 2005 registriert werden können. Ihre Einführung beruht auf der EU-Verordnung 733/2002. Die Verwaltung erfolgt aktuell durch das in Belgien ansässige Unternehmen EURid. Ab dem Jahr 2014 wird es einen anderen Verwalter für die Domains mit der Endung .eu geben. Der Name darf Umlaute und Sonderzeichen enthalten und zwischen zwei und 63 Zeichen lang sein. Eine Besonderheit bei der .eu-Domain besteht darin, dass der Inhaber entweder eine natürliche Person mit festem Wohnsitz innerhalb der EU oder ein Unternehmen mit einer rechtlich selbstständigen Niederlassung auf dem Gebiet der Europäischen Union ist. .eu-Domains gelten im Allgemeinen als sehr beständig, da über achtzig Prozent derselben länger als ein Jahr bei einem Eigentümer verbleiben. Zum Jahresende 2012 wurden rund 3,7 Millionen registrierte Domains mit der Endung .eu verzeichnet.

Europa-Marke

Als Europa-Marke wird jede einzelne in Europa eingetragene Handelsmarke bezeichnet. Der gebräuchlichere Begriff ist Gemeinschaftsmarke. Das dafür übliche Kürzel CTM geht auf den Begriff „Community Trade Mark“ zurück. Die rechtliche Basis für die Eintragung einer Europa-Marke ist die EG-Verordnung 40/94. Die Inhaber der Europa-Marken genießen einen einheitlichen Schutz ihres Markennamens in allen zur Europäischen Union gehörenden Ländern, ohne in jedem einzelnen Land ein Registrierungsverfahren absolvieren zu müssen. Für die Eintragungsverfahren ist das Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt, kurz HABM, zuständig. Der für eine eingetragene Europa-Marke gewährte Schutz erstreckt sich über einen Zeitraum von zehn Jahren und kann bereits vor Ablauf durch ein erneutes Eintragungsverfahren verlängert werden.

Exoten

Der Begriff Exoten stammt aus dem Lateinischen und Griechischen und wird dort als Synonym für den deutschen Begriff „fremd“ verwendet. Deshalb wird zum Beispiel auch von Exoten gesprochen, wenn im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung artfremde Themen in eine Blogseite mit aufgenommen werden, um damit zu erreichen, dass sie unter einer großen Bandbreite von Suchbegriffen gefunden werden kann. Auch eine Ergänzung mit themenfremden Seiten als SEO-Hilfe für die Bekanntmachung eines Shops käme hier in Frage. Eine Möglichkeit wäre, von einer Seite über die Fotografie auf die Seite eines Onlineshops mit Druckerzubehör zu verlinken. Auch Domains mit ungewöhnlichen Schreibweisen der Begriffe zählen zu den Exoten. Ein gutes Beispiel dafür ist brands4you.

First some – First served

Salopp könnte man dieses Vorgehen mit dem deutschen Sprichwort „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“ übersetzen. Das Prinzip „First come – First served“ wird bei der Registrierung von Domains angewendet. Wird eine Domain frei, wird sie auf denjenigen neu registriert, dessen Registrierungsantrag beispielsweise bei .de-Domains zuerst an die DENIC übermittelt wird. Dabei entscheiden bei sehr begehrten Domains oftmals Sekunden darüber, wer am Ende der neue Inhaber dieser Domain wird. Möchte man unbedingt eine der hochdotierten Top-Level-Domains haben, ist man deshalb gut beraten, wenn man sich für die Beobachtung und Registrierung an einen professionellen Dienstleister wendet, bei dem diese beiden Vorgänge automatisiert und damit besonders zeitnah ausgeführt werden können.

Hoster

Als Host, oder in der Mehrzahl Hoster, werden spezielle Dienstleister bezeichnet, die Ressourcen in Datennetzwerken bereitstellen. Dabei kann es sich um mietbare Dienste handeln, aber auch um mietbare Hardware. Ein Beispiel für die bei einem Host mietbare Hardware sind die Server, auf denen die Inhalte von Websites mit Hilfe von speziellen Datenbanken bereit gestellt werden können. Auch die Anbieter von Datenbanken mit fachspezifischen Inhalten werden als Host bezeichnet. Ein Host ist demnach ein auf die Bereitstellung von digitalen Diensten und Inhalten spezialisierter Verwalter. Der zentrale Rechner eines Netzwerkes, der die Koordinierung der Kommunikation zwischen den Client-Rechnern steuert und überwacht, wird ebenfalls Host genannt. Alternative gebräuchliche Synonyme für die Hoster sind Vendor und Distributor, woraus deutlich wird, dass ein Host auch für die Datenverteilung zuständig ist.

ICANN

Die Abkürzung ICANN steht für „Internet Corporation for Assigned Names and Numbers“. Bei der ICANN handelt es sich um eine nicht gewinnorientierte Organisation, deren rechtlicher Hauptsitz Los Angeles ist. Sie ist die Überwachungsstelle für das Domain Name System und die in Ergänzung notwendige Zuteilung von IP-Adressen im Internet, was auch kurz IANA-Funktion genannt wird. Gegründet wurde die ICANN im Jahr 1998 und arbeitet nach dem Prinzip eines internationalen gewählten Konsortiums. Eine der Aufgaben der ICANN besteht darin, Entscheidungen über die Zulassung neuer Top-Level-Domains zu treffen. Hinzu kommt die Zuteilung der von den Netzwerkprotokollen benötigten Bezeichnungen und Nummern für die Adressierung, wozu beispielsweise Zeitzonen-Datenbanken und Portnummern gehören. Die Arbeitsgrundlage der ICANN ist die mit der amerikanischen Regierung getroffene „Affirmation of Commitments“.

ID Protect

Wenn man sich eine Domain registrieren lässt, werden einige Informationen im Internet öffentlich zugänglich. Das sind der Name der Privatperson oder des Unternehmens, deren Anschrift sowie die Mailadresse. Selbst wenn man als Betreiber einer Website in einem Land wohnt oder seinen geschäftlichen Hauptsitz hat, in dem es keine umfangreiche Impressumspflicht gibt, bleiben diese Daten nicht geheim, denn einige der Vergabestellen bieten auf ihren Online-Plattformen spezielle Abfragen für die Anzeige der Inhaberdaten an, die genau wie die Daten von „Whois“ immer häufiger auch für Identitätsdiebstähle oder als Datenbank für die Zusammenstellung für Adressenlisten für Massenmails genutzt werden. Bei der Funktion ID-Protect handelt es sich um eine Dienstleistung einiger Provider, mit denen die öffentliche Sichtbarkeit dieser Daten teilweise oder gänzlich unterdrückt werden kann.

info Domains

Domains mit der Endung .info sind seit dem Jahr 2001 zu bekommen. Verwaltet werden diese Domains von Afilias, einem Internetdienstleister mit rechtlichem Hauptsitz in Irland. Die Endung .info für Domainnamen wurde als Alternative geschaffen, als die Möglichkeiten der Top-Level-Domains mit den Endungen .com und .net ausgeschöpft waren. Die Domains der Gruppe .info gehören zu den generischen Domains, die ab dem Jahr 2003 auch bereits eine Unterstützung für internationalisierte Domainnamen bot. Aktuelle Statistiken weisen aus, dass es weltweit inzwischen rund acht Millionen Websites mit der Endung .info gibt. Deutsche Umlaute können genau wie Bindestriche in den zwischen drei und 63 Zeichen langen Domainnamen genutzt werden. Andere Sonderzeichen werden nicht unterstützt. Einschränkungen auf bestimmte Nutzergruppen gibt es bei .info nicht.

Inhaberwechsel

Ein Inhaberwechsel bei einer Domain kann durch verschiedene Vorgänge entstehen. Dazu gehört der Verkauf einer Domain genauso wie der Tausch einer Domain. In Deutschland zum Beispiel gibt es auch die Möglichkeit einer Domain-Pfändung, was ebenfalls mit einem Inhaberwechsel verbunden wäre. Als Inhaber einer Domain wird immer derjenige bezeichnet, auf dessen Namen beispielsweise eine .de-Domain bei der DENIC oder eine .eu-Domain bei der EURid eingetragen worden ist. Bei einer Veränderung der Eigentums- und Nutzungsrechte an einer Domain spricht man von einem Inhaberwechsel und dieser muss immer an die jeweils verwaltende Organisation gemeldet werden. Dafür ist in der Regel die Schriftform notwendig, wobei erste Verwalter die Übertragung bereits in digitaler Form mit einem Sicherheitszertifikat unterstützen.

Internationalisierte Domain-Namen (IDN)

Internationalisierte Domain-Namen gibt es noch nicht sehr lange. Als solche werden Domain-Namen bezeichnet, die nicht nur Buchstaben und Umlaute enthalten, die aus dem lateinischen Alphabet kommen. In internationalisierten Domain-Namen können grundsätzlich alle Unicode-Zeichen verwendet werden, wobei die Zulässigkeit immer von dem jeweiligen Verwalter, wie zum Beispiel der EURid und der DENIC, individuell geregelt werden. Möglich wurde die Einbindung solcher Zeichen erst mit der Einführung des Standards „International Domain Names in Applications“, oder kurz IDNA. Eine Besonderheit der internationalisierten Domain-Namen besteht darin, dass bei diesen Unicode-Domain-Namen vor der Umwandlung in eine IP-Adresse eine Umwandlung der Zeichen in ASCII-Codes erfolgt. Der aktuell dafür gültige Standard ist RFC 5890, nach dem eine Verlagerung der Verantwortung der Umwandlung auf die Benutzerschnittstelle erfolgt ist. Enthält ein IDN Zeichen, die sich nicht in einen ASCII-Code umwandeln lassen, erfolgt ihre Entfernung mit Hilfe von Punycode, der einen ASCII-String daraus entwickelt, der angehängt wird und Auskunft gibt, an welcher Stelle welches Zeichen ersetzt worden ist.

IPv4

Mit IPv4 wird die vierte Version des Internet Protocols abgekürzt. Dieser Standard war der Erste, der nicht nur auf lokaler Ebene, sondern weltweit eingesetzt worden ist. Er stammt aus dem Jahr 1981 und ist im Standard RFC 791 genauer definiert. Der IPv4-Standard basiert auf einer Adressierung mit 32 Bit, was knapp 4,3 Milliarden verschiedener Adressen möglich macht. Eine Adresse nach IPv4 besteht üblicherweise aus vier Blöcken mit jeweils drei Ziffern, die durch einen Punkt voneinander getrennt sind. Aus diesen Adressen ist abzulesen, zu welchem Netzwerkteil eine bestimmte Adresse gehört. Ein weiter Teil gibt Auskunft darüber, bei welchem Host ein Rechner lokalisiert ist. Die weiteren Ziffern weisen dann auf einen konkreten physisch vorhandenen Rechner oder beim V-Server auf einen virtuellen Rechner hin.

IPv6

Die Abkürzung IPv6 steht für das Internet Protocol in der Version 6, welches alternativ auch als Internet Protocol der nächsten Generation bezeichnet wird. Dieser Standard wurde im Jahr 1998 von der Internet Engineering Task Force, kurz IETF, entwickelt, nachdem die Potentiale der IPv4-Adressierung den Ansprüchen des sich rasant ausbreitenden Internets nicht mehr gewachsen waren. Die wichtigste Neuerung war, dass beim IPv6-Standard für die Adressierung 128 Bit zur Verfügung stehen, was den nutzbaren Adressraum auf rund 340 Sextillionen vergrößert. Um eine Vorstellung von dieser Größenordnung zu bekommen, hier die Zahl einmal ausgeschrieben: 3.400.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000. Damit können nun auch mobile IP-Adressen vergeben und eine zustandslose automatische Konfiguration der IP-Adressen genutzt werden. Außerdem unterstützt der IPv6-Standard auch Multicast und Quality of Service.

IR-Marke

Mit dem Begriff IR-Marke wird eine international registrierte Marke bezeichnet. Der Schutz einer solchen Marke kann auf alle Länder ausgedehnt werden, die zu den Unterzeichnern des Madrider Abkommens über die internationale Registrierung von Marken gehören. Der Schutz einer IR-Marke geht also weit über den möglichen Schutz einer Europa-Marke hinaus. Das Ursprungsabkommen stammt aus dem Jahr 1891 und wurde mit Wirkung zum Frühjahr 2011 letztmalig novelliert. Für die Registrierung der IR-Marken ist die Weltorganisation für geistiges Eigentum, kurz WIPO, zuständig. Sie ist seit 1974 Bestandteil der Vereinten Nationen und hat ihren rechtlichen Hauptsitz in Genf. Die Anträge auf eine Registrierung der Marke für den internationalen Schutz können bei der WIPO in Französisch oder hilfsweise in Englisch gestellt werden.

Kampagnen-Domains

Der Begriff Kampagne ist aus dem Französischen übernommen und bedeutet so viel wie „Feldzug“. Heute wird er im deutschen Sprachgebrauch für zeitlich befristete Aktionen verwendet, mit denen beispielsweise ein bestimmtes Produkt, eine Leistung oder im Zuge einer Wahl eine politische Vereinigung beworben werden soll. Eigens dafür werden im Internet spezielle Websites eingerichtet, die als Kampagnen-Domains bezeichnet werden. Außerdem nennt man Kampagnen-Domains auch die Seiten, die im Zusammenhang mit Petitionen entstehen und nach dem Abschluss des Zeichnungszeitraums wieder gelöscht werden. In der reinen Werbung gehören zu den Kampagnen-Domains zum Beispiel auch solche, die im Rahmen von Saisonverkäufen mit besonderen Rabattaktionen als Ergänzung einer Shopseite eingerichtet werden.

Landing

Unter dem Begriff Landing werden alle Möglichkeiten zusammengefasst, über die ein Besucher auf eine Website gelangen kann. Dabei gibt es verschiedene Varianten, die vom Treffer über eine Suchmaschine über Textlinks zum Beispiel aus Blogbeiträgen bis hin zu Links aus Vergleichsplattformen und zur Weiterleitung über Werbebanner und Co. reichen. An die Landing-Bereiche werden besondere Anforderungen gestellt, zu denen kurze Ladezeiten genauso gehören wie eine schnelle Erfassbarkeit der Informationen. Deshalb werden auf großen Informationsplattformen und auf Shopseiten spezielle Landingpages eingerichtet.

Landingpage

Als Landingpage wird die Seite bezeichnet, über die ein Besucher auf eine komplexe Internetseite gelangt. Man könnte den Begriff Landingpage mit Einstiegsseite übersetzen. Bei der Gestaltung einer Landingpage kommt es auf die Optik und die enthaltenen Informationen an. Über das Layout kann der Blick des Besuchers gezielt gelenkt werden. Die Informationen sollen neugierig machen und den Besucher dazu bringen, sich auch den Rest einer Informationsplattform oder eines Onlineshops anzuschauen. Bei einem Shop besteht das Ziel einer Landingpage darin, den Besucher durch das Sortiment bis hin zum Warenkorb und der Abgabe einer Bestellung zu führen. Das ist ein Grund, warum es bei einer Landingpage meistens nur eine Möglichkeit des Verlassens gibt: den Klick auf das „x“ im Browser-Tab.

Landrush-Verfahren

Das Landrush-Verfahren wird bei der Registrierung von Domains bei der Einführung neuer Domainendungen angewendet. Es macht innerhalb eines bestimmten Zeitraums die Bestellung von Domains nur für einen konkret eingeschränkten Kreis möglicher Interessenten möglich. Die Landrush-Periode geht dem Zeitraum voraus, in dem jedermann sich eine Domain mit dieser neuen Endung registrieren lassen kann. Ein Beispiel sind die aus Städtenamen bestehenden Endungen, wo zum Start der Registrierung die Behörden und Einrichtungen in kommunaler Trägerschaft den Vorrang haben. Andere Domains werden zum Start bei der Registrierung beispielsweise vorübergehend auf die Inhaber von registrierten Marken eingeschränkt. Daran schließt sich die Sunrise-Periode an, in der eine Registrierung für jedermann offen steht.

Marke

Als Marke werden eingetragene Erkennungszeichen von bestimmten Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen bezeichnet. Sie unterliegen dem Recht zum geistigen Eigentum und wurden in Deutschland im Jahr 1995 eingeführt. Das Ziel der Marke ist die Abgrenzung eines Anbieters von den Konkurrenten. Rechtlich handelt es sich um ein geschütztes individuelles Zeichen. In der Werbung wird der Begriff Marke im Zusammenhang mit den komplexen Eigenschaften einer Leistung oder eines Produkts verwendet. Dafür kommt auch das Synonym „Brand“ zum Einsatz. Die Erkennungszeichen einer Marke können einzelne Buchstaben oder ganze Slogans, aber auch Logos und komplexe Klänge sein. Klänge als Marke sind beispielsweise die Jingles, die bei Rundfunkstationen und Fernsehsendern für bestimmte regelmäßig wiederkehrende Sendungen verwendet werden.

Markengrabbing

Lässt sich jemand eine Marke reservieren, ohne sie selbst nutzen zu können oder zu wollen, dann wird dieser Vorgang als Markengrabbing bezeichnet. Das Ziel beim Markengrabbing besteht darin, später vom Nutzer der Marke einen hohen Preis für die Übertragung der Rechte an der Marke verlangen zu können. Besonders beliebt ist das Markengrabbing im Internet, wo sich Dritte beim Erscheinen neuer Top-Level-Domainendungen die Domains mit Markennamen sichern lassen. Besonders stark ausgeprägt war diese Vorgehensweise nach der Etablierung der .eu-Domains, die im europäischen Raum als sehr wertvoll gelten. Hier kommt es häufig zu Rechtsstreitigkeiten, wie zum Beispiel die Verfahren um die Herausgabe der Domain brockhaus.de beweisen.

Markenrecherche

Eine Markenrecherche muss im Vorfeld eines Antrags auf die Eintragung einer Marke durchgeführt werden. Das Ziel der Markenrecherche besteht darin, herauszufinden ob die gewünschte Marke überhaupt noch verfügbar ist. In einem zweiten Schritt muss bei der Markenrecherche geprüft werden, ob durch die Nutzung der Marke eventuell Rechte von Dritten verletzt werden könnten. Erst dann kann abgeschätzt werden, wie groß die Chancen auf eine Eintragung der gewünschten Marke sind. Außerdem sollte man sich bei einer Markenrecherche einen Überblick verschaffen, inwieweit man sich damit von der Konkurrenz abgrenzen kann. Die Durchführung einer Markenrecherche kann inzwischen bei spezialisierten Dienstleistern in Auftrag gegeben werden. Dafür stehen auch die Patentanwälte als geeignete Ansprechpartner zur Verfügung.

NACK

Die Rückmeldung NACK über den ASCII-Code ist das Gegenteil von ACK. Während das Feedback ACK eine Zustimmung signalisiert, steht NACK für „not aknowledged“, was übersetzt so viel wie „nicht akzeptiert“ bedeutet. Damit ist NACK ein Bestandteil des Transmission Control Protocols im Internet. Von Bedeutung ist es zum Beispiel im Zusammenhang mit einem Wechsel des Providers. Dort werden inzwischen nur noch die Kürzel ACK und NACK verwendet, nachdem die Kurzform LATEACK abgeschafft worden ist, mit der ein Domaininhaber seine Zustimmung zu einem Wechsel einer Domain zu einem anderen Provider innerhalb von neunzig Tagen noch geben konnte. Das ACK-NACK-Verfahren wird zum Beispiel bei der DENIC angewendet. Es kommt nicht bei allen Domainverwaltern zum Einsatz.

net Domains

Die Endung .net bei den generischen Top-Level-Domains wurde von der englischen Bezeichnung „Network“ für ein Netzwerk abgeleitet. Die Besonderheit bei den .net-Domains besteht darin, dass sie nach ihrer Einführung im Jahr 1985 vorrangig für Dienstleister bestimmt waren, die sich als Provider im Internet betätigten. Diese Einschränkung wurde aufgehoben, so dass sich heute jedes Unternehmen und jede natürliche Person weltweit eine Domain mit der Endung .net registrieren lassen kann. Für die Verwaltung dieser Top-Level-Domains ist das in den USA beheimatete Unternehmen VeriSign verantwortlich. Unterstützt werden Namen mit zwei bis 63 Zeichen, wobei auch deutsche Umlaute verwendet werden dürfen. Die Unterstützung für internationalisierte Domainnamen wird ständig mehr ausgeweitet. Im Frühjahr 2013 wurde ein Bestand von über 15 Millionen Domains mit .net von VeriSign angegeben.

NIC

NIC ist das Kürzel für Domainverwalter, welches vom englischen Begriff „Network Information Center“ abgeleitet worden ist. Sie werden alternativ auch als Domain Name Registry bezeichnet. Ein NIC ist für die Vergabe der einzelnen Domains innerhalb einer Top-Level-Domain verantwortlich. Er verwaltet den Namensraum und betreibt einen eigenen Name-Server. Die bekanntesten NIC sind die DENIC als Verwalter der Domains mit der Endung .de und die EURid, die als Verwalter für die .eu-Domains zuständig ist. VeriSign ist der NIC für die Domains mit den Endungen .com und .net während Public Interest der Verwalter für die .org-Webadressen ist. Einige der Domainverwalter nehmen weitere Aufgaben wahr, die mit denen der ICANN vergleichbar sind. Dazu gehört zum Beispiel OpenNIC, von der die Root-Zone der ICANN dupliziert wird und eigene Top-Level-Domains angeboten werden.

org Domains

Die Domains mit der Kennung .org gehören zu den generischen Top-Level-Domains, die zuerst entstanden sind. Eingeführt wurden sie im Jahr 1985. Ihre Verwaltung obliegt seit dem Jahr 2003 dem Unternehmen Public Interest Registry, das seinen Sitz im US-Bundesstaat Virginia hat. Bis dahin war VeriSign für die Verwaltung verantwortlich. Zu Beginn wurden die .org-Domains ausschließlich an Organisationen mit nicht kommerzieller Zielstellung vergeben. Diese Vergabebeschränkungen sind weggefallen, so dass sich heute jedes Unternehmen und jede natürliche Person weltweit eine Domain mit der Endung .org sichern kann. Die Namen dürfen zwischen einem und 63 Zeichen lang sein, wobei auch deutsche Umlaute akzeptiert werden. Mitte 2012 gab es weltweit rund zehn Millionen registrierte Domains dieser Art. Fast zwei Drittel der Inhaber stammen aus den USA.

Provider

Bei einem Provider handelt es sich um einen Dienstleister. Er kann die Nutzung von Software genauso zur Verfügung stellen wie Leistungen rund um das Internet oder den Mobilfunk. Der Begriff ist vom lateinischen „providere“ abgeleitet, was so viel wie „versorgen“ bedeutet. Für die Internetdienstanbieter wird auch das Kürzel ISP für Internet Service Provider verwendet. Sie bieten zum Beispiel den Zugang zum Internet an oder beschäftigen sich mit dem Hosting. Auch die Anbieter von Webspace zählen sich zur Kategorie der Provider, wobei hier das Serverhousing die wichtigste Rolle spielt. Im Internet gibt es aber auch Provider, die sich auf die Contentverwaltung spezialisiert haben. Dazu gehören zum Beispiel die Betreiber der Adserver, mit deren Hilfe während eines konkret definierten Vertragszeitraums zielgruppenorientierte Werbung auf einer Website möglich ist.

Providerwechsel (KK-Antrag)

Das Kürzel „KK“ stand einst für den Begriff der Konnektivitätskoordination, womit bei der DENIC der Providerwechsel bezeichnet wurde. Von einem Providerwechsel wird dann gesprochen, wenn eine Domain von einem Dienstleister zu einem anderen umzieht. Dabei werden je nach Domainverwalter unterschiedliche Verfahren angewendet. Bei der DENIC ist seit dem Jahr 2008 das CHPROV-Verfahren üblich. Dabei muss für einen Providerwechsel ein bestimmtes Passwort übermittelt werden, welches nur für eine einzige Domain und diesen einen Vorgang gültig ist. Dieses Passwort besitzt nur der Domain-Inhaber. Der Vorteil des CHPROV-Verfahrens liegt darin, dass ein Providerwechsel sehr schnell realisiert werden kann. Vorher wurde ein aus mehreren Teilen bestehendes asynchrones Verfahren bei der DENIC verwendet, was sich teilweise über mehrere Wochen hinziehen konnte.

Registrar

Im Zusammenhang mit dem Internet wird als Registrar ein Unternehmen oder eine Organisation bezeichnet, mit dessen Hilfe die Registrierung von Domains möglich ist. Um als Registrar tätig werden zu können, benötigt man eine spezielle Zulassung durch die ICANN, also die Internet Corporation für Assigned Names and Numbers. Der Registrar ist der Vertragspartner des künftigen Nutzers einer Domain und vermittelt meistens auch Nebenleistungen, die rund um die Nutzung einer Domain benötigt werden. Die bekanntesten, von der ICANN bestätigten Registrare sind die DotAsia Organisation mit regionaler Bindung, die NeuStar Inc. für .biz-Domains, die VeriSign Inc. für .com-Domains, die EURid für .eu-Domains und die DENIC für .de-Domains. Der Registrar für .org-Domains ist das Unternehmen Public Interest Registry und wer sich eine .xxx-Domain registrieren lassen möchte, muss sich an die ICM Registry LCC wenden.

Registry

Die Bezeichnung Registry wird an verschiedenen Stellen verwendet. Sie bezeichnet zum Beispiel eine Datenbank im Betriebssystem Windows, in der alle Softwarekomponenten eingetragen werden, die ein Nutzer auf seinem Rechner installiert. Eine Regional Internet Registry ist eine Organisation, deren hauptsächliche Aufgabe in der Verwaltung von IP-Adressen im Internet besteht. Handelt es sich um eine Organisation, die sich mit der Verwaltung von Domains beschäftigt, wird von einer Domain Name Registry gesprochen. Ihre Besonderheit besteht darin, dass sie nur mit einer ICANN-Zulassung die Arbeit aufnehmen darf. Beispiele für eine solche Domain Name Registry wären die EURid und die DENIC sowie VeriSign.

Satelliten-Domains

Als Satelliten-Domains werden die Domains bezeichnet, die als Ergänzung einer Hauptdomain registriert werden. Dabei verwendet man im Domain-Namen Synonyme für den Hauptbegriff. Eine Tischlerei, die in ihrer Hauptdomain den Begriff Tischlerei mit dem Namen des Inhabers kombiniert hat, könnte ergänzend den Begriff Holzbau in Kombination mit dem Namen für eine Zweitdomain verwenden. Die Einrichtung einer kompletten zweiten Seite ist dafür nicht notwendig, denn von einer Satelliten-Domain aus kann über Redirect 301 auf die Hauptdomain weitergeleitet werden. Das Ziel der Satelliten-Domains ist es, über möglichst viele unterschiedliche Suchbegriffe Besucher auf die Hauptseite zu bekommen. Auch die rund um einen Shop betriebenen Blog-Seiten müssen im weitesten Sinne mit zu den Satelliten-Domains gezählt werden, wenn sie zum Beispiel über Adressen wie Shopname-Blog erreichbar sind.

Second Level Domain

Als Second Level Domains werden Domain-Bereiche bezeichnet, in denen die Domainnamen Zusätze enthalten. Ein gutes Beispiel ist die Struktur der .uk-Domains. Hier können Namen registriert werden, in denen die Kürzel „co“, „gov“ oder „ac“ der eigentlichen Endung der Top-Level-Domains vorgeschoben werden. Damit kann eine Zuordnung zu bestimmten Nutzergruppen erreicht werden, was bei dem Zusatz „gov“ der Fall ist. Das Kürzel steht für „Government“, was aussagt, dass diese Second Level Domains durch staatliche Stellen genutzt werden können. In Österreich gibt es Domains mit der Endung „ac.at“, die nur an Hochschulen vergeben werden. Für staatliche Behörden wurde auch hier mit der Endung „gv.at“ ein besonderer Bereich der Second Level Domains geschaffen.

SEO

SEO ist die allgemein übliche Abkürzung für die Suchmaschinenoptimierung, die von der englischen Bezeichnung Search Engine Optimizing abgeleitet wird. Darunter werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die zur Verbesserung der Sichtbarkeit einer Website und damit der Erhöhung der Zugriffszahlen durchgeführt werden. Die Palette reicht von der Optimierung der Programmierung und des Designs einer Seite als technische On-Page-Aspekte bis hin zum gezielten Aufbau einer Verlinkung über Verzeichnisdienste, Blog-Websites und Social Networks als Maßnahmen der so genannten Off-Page-Optimierung. Auch die Auswahl eines geeigneten Servers muss mit zu den Aufgaben der SEO gerechnet werden. Nach den letzten Änderungen der Google-Algorithmen spielen auch die Inhalte rund um die einzelnen Suchbegriffe eine steigende Rolle, so dass auch die Contentgestaltung bei der Suchmaschinenoptimierung immer wichtiger wird.

Social Networks

Unter dem Begriff Social Networks werden zwanglose Verbindungen von Menschen über eine Plattform im Internet verstanden. Die bekanntesten und am meisten genutzten Social Networks sind Google+, Facebook, Twitter, LinkedIN und XING. Die Social Networks werden alternativ auch als Online Community bezeichnet und können sich an bestimmte Nutzergruppen oder an Jedermann wenden. Sie stellen Funktionen wie die Veröffentlichung eines Profils, die Verknüpfung in Gruppen sowie Hilfen zum Chatten, Bloggen und teilweise auch für Games zur Verfügung. Einige Social Networks wie beispielsweise Jappy sind ursprünglich als Singlebörsen etabliert worden, haben sich aber im Laufe der Zeit zu allgemeinen Kontaktplattformen entwickelt. An der Verknüpfung mit Social Networks kommt man bei der Suchmaschinenoptimierung inzwischen nicht mehr vorbei.

Sub-Domains

Als Sub-Domain werden die Domains bezeichnet, die sich unterhalb der Top-Level-Domains und der Second-Level-Domains einordnen. Das typische Beispiel für Subdomains ist die Einrichtung von themenbezogenen Seiten, die einer Shopseite beigeordnet werden. Das könnte „drucker.shopname.de“ sein, wenn sich ein Onlineshop mit dem Vertrieb von Computerzubehör beschäftigt. Um Sub-Domains handelt es sich auch bei den Adressen der einzelnen Blogs auf großen Blogging-Plattformen. Der Vorteil der Sub-Domains ist, dass sie nicht separat registriert werden müssen, sondern nur auf dem Server eingerichtet werden. Auch verursachen sie meist keine zusätzlichen Kosten, weil die Gebühren nur für die Hauptdomain entrichtet werden müssen und in den Paketen zur Servermiete eine bestimmte Anzahl von Sub-Domains pauschal mit enthalten ist. Sub-Domains werden gern als Mittel der Suchmaschinenoptimierung genutzt.

Suchmaschinenoptimierung

Unter der Suchmaschinenoptimierung, oder kurz SEO, wird ein ganzer Komplex von Maßnahmen verstanden, deren Ziel eine ideale Anpassung der Seite an die von Google verwendeten Algorithmen zur Auswahl von Suchergebnissen ist. Sie beginnen bei der Prüfung der Layouts und Programmierung auf kurze Ladezeiten hin und setzen sich im technischen Bereich bis zur durchgängigen Erreichbarkeit der Server weiter fort. Zusammen mit der Einbindung der Suchbegriffe in einer bestimmten Häufigkeit in die Texte werden sie als On-Page-Optimierung zusammengefasst. Die Off-Page-Suchmaschinenoptimierung dient der Verbesserung der Sichtbarkeit, wozu vor allem ein kluger Linkaufbau notwendig ist. Verlinkungen können über Werbebanner genauso genutzt werden wie aus Blog-Sites, aus Verzeichnisdiensten sowie aus Social Networks. Auch die Forenarbeit rückt bei der Suchmaschinenoptimierung immer mehr in den Blickpunkt.

Top Level Domain

Als Top Level Domain, oder kurz TLD, wird die Adressierung einer Internetseite mit Endungen der oberen Ebene in der Auflösung der Namen bezeichnet. Die Top Lavel Domains werden in drei Gruppen unterteilt, zu denen die allgemeinen TLDs zählen, die sich wiederum in unsponsored TLDs und sponsored TLDs gliedern. Die zweite Gruppe sind die Domains mit einer länder- oder regionsspezifischen Endung, zu denen die .de-Domains, die .eu-Domains oder die .us-Domains zählen. Andere Top Level Domains geben über die Endung Auskunft über die Art der genutzten Infrastrukturen. Dort werden die nicht mehr genutzten Endungen .root, .uucp sowie .bitnet eingeordnet. Über andere Endungen der Domains der obersten Ebene bekommt man Hinweise auf die Nutzergruppen. Ein Beispiel ist hier .org, wo die Domains zu Beginn nur von Organisationen registriert werden konnten, die nicht gewinnorientiert arbeiten. Eine Einschränkung dieser Art ist auch bei der Endung .pro üblich. Für die Registrierung derselben ist der Nachweis einer fachlichen Qualifizierung erforderlich.

Traffic

Als Traffic werden die Besucherströme auf einer Internetseite bezeichnet. Der Begriff wird aber in den Verträgen mit einem Host oder Provider im Zusammenhang mit den rund um eine Website oder einen kompletten Server anfallenden Mengen an ausgetauschten Daten verwendet. Der Traffic im Sinne der Besucherströme ist ein wichtiger Indikator für den Erfolg einzelner Maßnahmen bei der Suchmaschinenoptimierung. Er kann im einfachsten Fall über kostenlose Tools wie zum Beispiel Google-Analytics oder über das Alexa-Plugin für den Browser gemessen werden. Alternativ kann man in die Programmierung seiner Website auch einen Counter einfügen, über den für jeden Besucher deutlich sichtbar wird, wie viele Besucher vor ihm schon auf der Website waren.

Type-in-Traffic

Type-in-Traffic auf einer Website wird dadurch generiert, dass ein Besucher im Adressfeld des Browsers einfach nur einen Suchbegriff mit einer Domain-Endung eingibt. Damit bekommt der Inhaber einer Internetseite ein Feedback, welches die am häufigsten verwendeten Suchbegriffe sind. Diese Verhaltensweise der Browser machte die Keyword-Domains besonders interessant. Sie bringen in Kombination mit Google AdSense ihren Besitzern sehr hohe Einnahmen. Mit dem Type-in-Traffic können sehr große Besucherzahlen generiert werden, da ein direkter Zugriff und keine Umleitung über Suchmaschinen erfolgt. Die Umleitung über Suchmaschinen bedeutet immer, dass man sich zahlreichen Mitbewerbern stellen und deshalb eine Suchmaschinenoptimierung auf einem dauerhaft hohen Niveau betreiben muss.

UDRP

Die Abkürzung UDRP steht für „Uniform Domain-Name Dispute-Resolution Policy“. Dabei handelt es sich um ein Schlichtungsverfahren, welches von der ICANN für den Fall, dass es Streitigkeiten rund um die Registrierung und Nutzung von Domains gibt, angeboten wird. Sie wären auf anderem Weg allein schon deshalb schwierig zu lösen, weil die Beteiligten oftmals in unterschiedlichen Ländern beheimatet sind. Das UPRD-Verfahren wird angewendet bei Streitigkeiten um die klassischen Top-Level-Domains. In vielen Ländern kommt das Verfahren auch für die Domains zur Anwendung, die als Endung eine Länderkennung haben. Die Verfahren können über verschiedene Organisationen in die Wege geleitet werden, die eigens dafür eine spezielle Zulassung von der ICANN bekommen haben. Dazu gehören zum Beispiel die WIPO sowie das National Arbitration Forum. Die Klage nach UDRP kann sowohl von natürlichen als auch juristischen Personen erhoben werden.

Vertipper-Domains

Als Vertipper-Domains werden die Domain-Namen bezeichnet, die durch typische Buchstabendreher, das Erwischen von benachbarten Tasten oder durch Auslassung von Buchstaben entstehen. Ein Vertreter dieser Art ist mircosoft.de, eine Seite, bei der nach den typischen Verhaltensmustern des Domainparkings vorgegangen und eine Linksammlung für den Besucher bereitgehalten wird. Anders ist die Lage, wenn man beispielsweise amzon.de in die Browserleiste eintippt. Bei dieser Eingabe wird man auf die ganz normale Startseite des deutschen Amazon-Onlineshops weitergeleitet. Kann man sich die Registrierung mehrerer Domains leisten, macht diese Vorgehensweise für einen Shopbetreiber auf jeden Fall Sinn, denn man läuft nicht Gefahr, dass ein potentieller Kunde bei einem Schreibfehler auf der Seite eines Konkurrenten landet.

Visits

Unter dem Begriff Visits, oder genauer gesagt Unique Visits, werden die einzelnen Besucher einer Website erfasst. Dabei wird die IP-Adresse mit berücksichtigt und von einer IP-Adresse kommende Besuche werden innerhalb eines bestimmten Zeitraums nur ein Mal erfasst. So soll verhindert werden, dass die Zugriffsdaten durch massenhafte Zugriffe durch einen Nutzer manipuliert werden können. Die Zeiträume unterscheiden sich je nach verwendetem System. Bei der Auswertung der Zugriffszahlen über die Visits sollte man außerdem beachten, dass über eine IP-Adresse Zugriffe von mehreren Personen kommen können. Das ist beispielsweise bei den WLAN-Routern der Fall, wo nach außen hin für alle Nutzer eine identische so genannte öffentliche IP-Adresse übermittelt wird. Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Messverfahren gibt die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V., oder kurz IVW.

Webseite

Gebräuchliche Synonyme für die Webseite sind Website, Webauftritt, Internetseite sowie Internetpräsenz und Internetplattform. Eine Webseite vereinigt verschiedene Elemente, die durch eine Menüleiste zur Navigation miteinander verknüpft werden. Die Verknüpfung erfolgt in der Regel über das Hypertext-Verfahren. Alle Inhalte, die unter einem Domainnamen bereitgehalten werden, sind als eine Webseite zu betrachten. Zu den aktuell umfangreichsten Webseiten gehört das Online-Lexikon Wikipedia. Zu den Elementen einer Webseite gehören Texte, Bilder, downloadbare Dateien, sowie ausführbare Programme. Typische Vertreter der Webseiten mit ausführbaren Programmen sind die Vergleichsrechner sowie die Plattformen der Online-Casinos. Die erste öffentlich sichtbare Website entstand im Jahr 1990 durch Tim Berners-Lee. Für die Angaben zur Anzeige einer Website wird der HTML-Standard verwendet.

Weiterleitung

Von einer Weiterleitung spricht man im Internet dann, wenn der Nutzer in seiner Browserleiste eine Adresse eingibt und auf einer ganz anderen Adresse landet. Dieser Vorgang wird korrekt als Domainweiterleitung oder URL-Forward bezeichnet. Dabei wird ausschließlich der Domain-Name, nicht aber der Inhalt einer Seite ersetzt. Um eine Weiterleitung auf eine andere Domain zu bewirken, werden auf dem Host-Server die http-Statuscodes verwendet. Sie unterscheiden sich nach der Art des Servers. Beim Appache-Server dienen dazu die 301-Redirect-Befehle in einer .hataccess-Datei. Die Weiterleitung auf andere Domain-Namen macht dann Sinn, wenn man sich beispielsweise Alias-Domains oder Tippfehler-Domains zugelegt hat und durch die doppelte Bereitstellung der Inhalte bei der Suchmaschinenoptimierung Nachteile durch Duplicate-Content-Erkennungen durch Google vermeiden möchte.

Werktitel

Beim Werktitel handelt es sich um eine Sonderform der geschäftlich genutzten Bezeichnungen im Sinne des Paragrafen 5 des deutschen Markengesetzes. Werktitel sind üblich bei Software, bei Filmen, bei Musik und auch bei Büchern. Bei Büchern gibt es die Besonderheit, dass sie sowohl für die Printausgaben als auch die digitalen Ausgaben gelten. Der Werktitel ist ein Mittel der Individualisierung, der auf verschiedene Arten geschützt werden kann. Darunter fallen neben dem Markenrecht auch das Zivilrecht, das Wettbewerbsrecht und nicht zuletzt das Urheberrecht. Der Schutz der Werktitel nach dem Markenrecht gilt derzeit als die wirksamste Variante. Ein Basisschutz für den Werktitel entsteht in dem Moment, in dem ein Werk öffentlich zugänglich gemacht wird. Ein Schutz der Werktitel bereits vor der Herausgabe ist durch kostenpflichtige Anzeigen im Titelschutz-Journal, im Titelschutzanzeiger sowie dem Börsenblatt des deutschen Buchhandels möglich. Auf Plattformen wie Google-Books kann der Werktitel im Vorfeld durch die Ankündigung des Erscheinens bewirkt werden.

Whois

Whois kommt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt „Wer ist?“. Konkret beschäftigt sich Whois als Datenbanksystem mit der Bereitstellung von Informationen zu Domains sowie deren Besitzern. Das Datenschutzrecht hat dafür gesorgt, dass die Informationen zur Top-Level-Domain .de nicht mehr über Whois angezeigt werden dürfen. Hier ist die Abfrage der Besitzer- und Host-Daten nur noch über die DENIC selbst möglich. Die Whois-Abfrage arbeitet mit dem von der IANA definierten Port 43/TCP zusammen und zeigt die Ergebnisse als Klartext an. Auf Grund der zunehmenden Verbreitung der Bot-Netze erwies sich die Abfrage bei Whois als Gefahrenpotential. Deshalb werden heute zum Verhindern von maschinellen Massenabfragen bei den Anbietern Captchas verwendet. Aktuell ist ein neues Verfahren namens CRISP in Arbeit, um die Sicherheit bei den Abfragen zu erhöhen. Daraus resultiert beispielsweise das IRIS-Protocol, das mit Strukturen arbeitet, die RPSL sehr ähnlich sind.

Whois-Update

Um die Änderungen der Angaben in der Datenbank von Whois muss sich der Besitzer einer Website nicht kümmern. Das Whois Update wird automatisch wirksam, da die Datenbestände durch die großen Organisationen gepflegt werden, bei denen die Top-Level-Domains verwaltet werden. Jede Veränderung beim Inhaber wird dort sofort eingepflegt. Anders bei den Eintragungen zum verantwortlichen administrativen Ansprechpartner. Für die Änderungen dieser Daten kann sich der Besitzer einer Website einen Account bei den Whois-Dienstleistern einrichten und die Angaben selbst jederzeit ändern. Veränderungen beim Administrator sollten zeitnah vorgenommen werden, da sich von den vorhandenen Eintragungen auch haftungsrechtliche Fragen ableiten. Das gilt vor allem für die Internetseiten, für die es keine Impressumspflicht gibt.

WIPO

Hinter dem Kürzel WIPO steht die Weltorganisation für geistiges Eigentum. Abgeleitet ist die Abkürzung von der englischen Bezeichnung World Intellectual Property Organization. Diese Organisation wurde im Jahr 1967 gegründet und agiert heute als eine Institution der Vereinten Nationen. Das Aufgabengebiet der WIPO ist die Förderung der Rechte an ideellen Gütern. Die Arbeitsgrundlagen der WIPO sind der Patentgesetzvertrag aus dem Jahr 2000, der WIPO-Urheberrechtsvertrag aus dem Jahr 1996 sowie der Zusammenarbeitsvertrag der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1970. Die WIPO arbeitet nach dem Prinzip der diplomatischen Konferenz, hat aber auch exekutive Rechte. Sie bietet bei Streitfällen über den Umgang mit geistigem Eigentum darüber hinaus ein Schiedsgericht sowie den Versuch einer gütlichen Einigung über eine Mediation an. Im Jahr 2007 veröffentlichte die WIPO mit der Development-Agenda eine Sammlung von Empfehlungen zum ordnungsgemäßen Umgang mit den Rechten am geistigen Eigentum.

Domain Lexikon - Begriffserklärung